Katarinental, das ist ein malerisch gelegener landwirtschaftlicher Betrieb im ostholsteinischen Hügelland. Geprägt durch die dort typische Endmoränenlandschaft, herrschen unterschiedlichste Bodenverhältnisse vor: So können auf einem Hektar Land von Sand bis zu schwerem Lehm alle Bodenarten vorkommen. Solche Bedingungen erschwerten schon immer die Bewirtschaftung des Betriebes.


Umso idealer bietet sich jedoch die abwechslungsreiche, hügelige Landschaft für die Pferdezucht an. Durch das Areal führt ein Bach, dessen Quelle sich am benachbarten Bungsberg befindet. Mit 168 Metern über dem Meeresspiegel gilt er als die höchste Erhebung Schleswig-Holsteins. Hier finden die Pferde unweit der Ostsee, die zwei Kilometer Luftlinie entfernt liegt, vorbildliche Voraussetzungen für ein gesundes und artgerechtes Leben.


Auf vielen Weideflächen befinden sich die besonders für die Bungsberg-Region so typischen flachen Hochgewässer, Flachteiche, deren Wasser an diesen erhöhten Stellen durch starke Lehmschichten gehalten wird. Sie sind renaturiert und besonders im Sommer tummeln sich mit großem Vergnügen in ihnen die Pferde. Die Renaturierung dieser vorher von den Landwirten mühsam drainierten Hochgewässern wurde ermöglicht durch ein von der „Stiftung Naturschutz“ gefördertes Projekt zum Schutze der heimischen Tierarten, insbesondere der Rotbauchunke , die hier lebt und laicht. Durch intensive Schutz- und Hegemaßnahmen gelang es uns den Bestand der stark gefährdeten Lurche zu stabilisieren. Und so tönt im Mai und Juni ihr charakteristischer Brunftgesang über die Weideflächen....




Seit nunmehr 50 Jahren werden durch Familie von Zitzewitz in Katarinental Trakehner gezüchtet. Seit dem Jahr 2000 ist der Betrieb im Besitz von Andrea und Volker-Alexander. Nach aufwendigen Renovierungs- und Neubauarbeiten der Stall- und Wohngebäude beherbergt der moderne Betrieb nun neben den Zuchtpferden auch Reitpferde im angeschlossenen Meisterbetrieb mit Reithalle.


Den Zucht- und Aufzuchtpferden stehen ca. 60 ha arrondierte großzügige Koppeln und Weideland zur Verfügung. Heu und Heulage werden auf den betriebszugehörigen Flächen geerntet, Stroh wird von den zum Betrieb gehörenden, verpachteten Ackerflächen geborgen.


Im Sommer leben die Zuchtpferde Tag und Nacht auf den weitläufigen Weiden, den Aufzuchtpferden dienen im Winter geräumige Laufboxen. Tagsüber finden sie ihre Bewegung in den Winterausläufen mit Sandboden oder - wenn es die Witterung erlaubt - auch auf den Koppeln. Lediglich die tragenden Zuchtstuten werden nachts in Einzelboxen aufgestallt, während sie sich tagsüber in den Winterpaddocks aufhalten.